Ausstellungsjahr

2020

Kategorie

New Talent

Land

Deutschland

Hochschule

Kunsthochschule Weißensee & Freie Universität Berlin

Lehrende

Carola Zwick (Product + Interaction Design, khb), Prof. Thomas Ness (Embodied Interactions, khb), lecturer Judith Glaser (MA Design, khb), Prof. Dr. Claudia Müller-Birn (Human-Centered Computing, FU Berlin)

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Kinder sind anspruchsvolle Nutzer und ehrliche Kritiker. Um das Toolset möglichst nachhaltig zu gestalten, bedurfte es eine Einbeziehung verschiedener Altersgruppe und demnach eine übergreifende, ansprechende Gestaltung und Nutzung der Produkte. Hierbei wurde die Bedienung im Kontext „Schule“ nicht nur für Kinder unterschiedlicher Schulklassen, sondern auch unter Berücksichtigung der Lehrkräfte konzipiert. Die Herausforderung bestand zudem darin, die Kinder nicht an den Straßenverkehr „anzupassen“, sondern sie dabei zu unterstützen, eigenständiger und mobiler zu werden.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Das Erkennen der Problematik in der schulischen Mobilitätserziehung und des Potentials, dass das Thema mit sich bringt, war Anfangs eines der Aha! Momente. Doch kein Projekt läuft linear und es gibt oft die so genannte Frustrationsphase. Manchmal verliert man bei zu vielen Parameter das Ziel vor Augen. Es passiert immer etwas Unvorhersehbares, z.B. das die Technik nicht funktioniert, wenn sie es sollte. Doch auch aus dieser Phase nimmt man so viel mit und schlussendlich findet sich alles wie Puzzleteile zusammen. Als wir dann das finale Toolkit den Kindern an die Hand gegeben- und sie es mit einer Selbstverständlichkeit, Neugier und Spaß ausprobiert haben, war das unser aller Höhepunkt.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Da das Projekt AKT!V LABOR ein großes Entwicklungspotenzial bietet, wollen wir uns als Team der Umsetzung des Sets widmen. Gerne möchten wir, im Rahmen einer Förderung weitere Entwicklungen und Tests durchführen und Kooperationspartner finden, die eine geeignete nachhaltige Produktion bieten. Unsere Vision ist das Aktiv Labor zu einer eigenen Marke wird und wachsen kann. Da wir weiterhin den Ansatz verfolgen möchten interaktive Hard- und Software für den Bildungssektor zu gestalten, ist ein Ausbau der derzeitigen Tools, sowie weitere Werkzeuge, die das Sortiment erweitern, denkbar.