Ausstellungsjahr

2020

Kategorie

New Talent

Land

Schweden

Hochschule

Umeå Institute of Design

Lehrende

Thomas Degn, Stoffel Kuenen

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Die zentrale Herausforderung des Projekts war das sensible Thema selbst. Denn Panikattacken und allgemein die psychische Gesundheit sind Themen, die sehr persönlich sind. Darüber zu sprechen kann emotional herausfordernd sein. Um vollständig in das Projekt einzutauchen, konzentrierten wir uns während des gesamten Produktentwicklungsprozesses auf einen nutzerzentrierten Ansatz. Durch Benutzerinterviews teilten die Teilnehmer ihre sehr persönlichen Erfahrungen und verschiedene Möglichkeiten, sich während einer Panikattacke zu erden. Aus den Ergebnissen ergab sich die Herausforderung, verschiedene Stimuli zu einer inklusiven Lösung zu gestalten, die für den betroffenen Benutzer wertvoll ist.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Unser persönliches Highlight war es, in einem interdisziplinären Team zusammenzuarbeiten und in so kurzer Zeit zu einer großartigen Lösung zu gelangen.
Ein weiteres grossartiges Highlight und Aha-Erlebnis war die Erkenntnis aus Anwenderstudien, dass es keine generelle Präferenz für eine Kombination von Stimuli gibt. Während der Tests mit schnellen UX-Attrappen sahen wir, dass mehrere der Sonden nicht so reagierten, wie wir es uns vorgestellt hatten. Der aha!-Moment kam, als die Nutzer begannen, die verschiedenen Stimuli selbst zu kombinieren und uns zu erklären, wie sie ihnen am besten helfen konnten.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Das Projekt war für uns als Designer ein Katalysator, um Probleme anzugehen, die nicht wahrnehmbar sind, um wertvolle, integrative und inspirierende Lösungen sowohl für die Nutzer als auch für die Industrie zu schaffen. Wir sind stolz auf das Ergebnis und das Potenzial des Projekts, vor allem, weil es auf so wertvoller Forschung und dem von den Anwendern geteilten Wissen basiert. Die Zukunft des Projekts ist noch unbestimmt, aber wir haben definitiv ein Ergebnis erreicht, das zum Nachdenken anregt. Wir sehen unser Team in den nächsten fünf Jahren im Designbereich arbeiten und immer noch so heikle Probleme auf die bestmögliche Art und Weise lösen.