Design

Intuity Media Lab GmbH / Roman Grasy, Robert Wilderotter, Ricarda Schuhmann, Lukas Siegele, Simon Merath, Ludwig Rensch, Christoph Witte

Ausstellungsjahr

2020

Kategorie

Product

Land

Deutschland

»Das EDNA-System überzeugte die Jury als ein vielversprechender Ansatz zur einheitlichen Lösung unterschiedlicher Herausforderungen in vernetzten Produktionssystemen. Das Ökosystem mit seiner wiedererkennbaren UI-Philosophie verbindet Maschinensteuerung und -Überwachung mit Datenvisualisierung. Es ist ein ausgezeichnetes Beispiel für ein Industrieunternehmen, das erfolgreich einen nutzerzentrischen Ansatz verfolgt.«

Martin Jentsch

Drei Fragen an das Projekt-Team

1. Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Die Herausforderung bei der Entwicklung des EDNA Software-Ökosystems lag darin, eine einheitliche Bedienstruktur für alle Werkzeugmaschinen zu etablieren. Dazu muss man wissen, dass Werkzeugmaschinen höchst unterschiedlich sind. Eine Laserschweißmaschine hat ganz andere Funktionen als eine Verzahnungsmaschine, und diese wieder ganz andere als eine Härtemaschine. Daraus ergaben sich die verschiedensten Anforderungen, die die Maschinenbediener in den Entwicklungsprozess eingebracht haben. Es galt, aus diesen komplexen Anforderungen intuitive UX-Pattern und Visualisierungen zu entwickeln und in die Maschinenbedienung zu integrieren, um den gewünschten Mehrwert für jeden zu generieren.

2. Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!- Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Ein Höhepunkt war sicherlich die Ausstattung der ersten Maschine mit unserer neuen HMI, auf der das neue User Interface installiert war. Zu sehen, wie eine echte Maschine mit der neuen UX bedient wird, war großartig.
Der größte Aha-Moment war für uns, als in einer der vielen Sitzungen plötzlich klar war, dass unser Vorhaben tatsächlich funktioniert. Es war anfänglich überhaupt nicht sicher, ob es ein gemeinsames UX für alle Maschinen geben kann. Wie schon erwähnt, sind Werkzeugmaschinen höchst unterschiedlich. Doch plötzlich gab es da diese Gewissheit, das hat dem Projekt dann nochmal richtig Schub gegeben.

3. Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
In fünf Jahren werden wir den Projektstatus verlassen haben und unser Team wird ein fester Bestandteil bei der Entwicklung von Werkzeugmaschinen sein. Wir gehen davon aus, dass die Softwareentwicklung mit der Hardwareentwicklung gleichziehen wird und dass diese sich gegenseitig beeinflussen werden. Dass z.B. eine neue Sensorik zur Maschinenüberwachung eingebaut wird und neue Software neue Methoden in der Fertigung ermöglicht, z.B. KI gesteuerte Fertigung, die selbstständig optimale Fertigungsabläufe und Serviceintervalle plant. Das EDNA Software-Ökosystem wird im Zentrum dieser Entwicklungen stehen und all diese Dinge möglich machen – vielleicht sogar schon auf Maschinen anderer Hersteller.