Design

Philips Experience Design

Ausstellungsjahr

2020

Kategorie

Product

Land

Niederlande

»IntelliSpace Cognition ist die Antwort auf einen dringenden medizinischen Digitalisierungsbedarf. Die Lösung ist auf einen speziellen Anwendungsfall ausgerichtet, für den ein moderierter Diagnoseablauf entwickelt wurde. Dies verbessert die Effizienz, sodass sich das medizinische Personal verstärkt auf die Patienten konzentrieren kann. Damit können Mediziner zugleich ihr Fachwissen einbringen und die volle Kontrolle über den Diagnoseprozess behalten. Die digitale Datenerfassung und -Visualisierung unterstützen im erheblichen Ausmaß die Objektivität bei der Ergebnisauswertung sowie die Nachverfolgung und Dokumentation von Untersuchungen. Indem das System die Beurteilung von kognitiven Fähigkeiten verständlicher macht, verbessert es auch die Transparenz im klinischen Bereich. Dadurch können sich Patienten und ihre Familienmitglieder aktiv beteiligen und sachkundige Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten führen.«

Stephanie Hölzlwimmer

Und der Award geht an....

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Die größte Herausforderung bestand darin, ein ausgeklügeltes System in den bestehenden ärztlichen Arbeitsabläufen in Krankenhäusern, Institutionen und Privatpraxen fehlerfrei funktionieren zu lassen. Außerdem mussten wir die Tests für eine schwierige Patientengruppe konzipieren. Bei der Entwicklung der Lösung hätte sich eine Design-Entscheidung auf mehrere andere Aspekte auswirken können. Dies ist manchmal schwer vorhersehbar, insbesondere bei medizinischen Geräten. Wir mussten konzentriert und ganzheitlich vorgehen, haben eng und iterativ mit Neurologen und Neuropsychologen zusammengearbeitete tund die Lösung ständig durch Usability-Studien überprüft.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Da gab es viele! Die Wichtigsten waren nach (auch während) des Gesprächs mit Anwendern über den bestehenden Arbeitsablauf und den Berichtsteil des kognitiven Modells und der Ergebnisse.
Wir haben verstanden, dass wir die Lösung und die Art und Weise, wie wir die Ergebnisse visualisiert haben, wesentlich stärker vereinfachen mussten, als wir während der Konzeptphase erwartet hatten.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Wir werden das Produkt weiter verbessern. Die Verbesserungen werden nach und nach aus dem Feedback unserer Kunden und unseren Benutzerstudien hervorgehen. Wir werden uns auf die Integration unserer Lösung mit neuen und bestehenden Produkten für eine präzisere Diagnose und Behandlungsüberwachung im Bereich der Neurologie konzentrieren.