Ausstellungsjahr

2020

Kategorie

New Talent

Land

Vereinigte Staaten

Hochschule

University of North Texas

Lehrende

Michael Gibson

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Eine der Herausforderungen, vor denen wir bei der Untersuchung unserer potenziellen Nutzer standen, bestand darin, das Ausmaß des Problems zu vermitteln und die Bedürfnisse unserer Zielnutzer zu verstehen. Wir mussten das Problem der sexuellen Belästigung als humanitäre Krise begreifen. Dazu arbeiteten wir Seite an Seite mit unseren Nutzerinnen und Nutzern, um ihre Bedürfnisse zu verstehen, und entwarfen Merkmale, wie z.B. Fallkarten, um die Dimension der sexuellen Belästigung in unserer Kultur aufzuzeigen und gleichzeitig eine sichere, private und rehabilitative Online-Umgebung zu schaffen.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Ein großer Höhepunkt im Entwicklungsprozess dieses Systems war die Entdeckung der Wirksamkeit unserer Funktionen für unsere Nutzer. Durch unsere Recherchen in unserem potenziellen Nutzerkreis konnten wir Funktionen entwickeln, die sowohl Überlebenden sexueller Belästigung helfen als auch das Problem an der Wurzel packen, und zwar durch gemeindebasierte Beratung und Chats sowie durch Aufklärungsmodule über sexuelle Belästigung. Diese Funktionen wurden zu den Hauptwerkzeugen unseres Systems. Sie bieten den rudimentären Nutzen, das zugrunde liegende Trauma anzugehen, das gefährliche sexuelle Neigungen begünstigt. Durch die Bereitstellung von Ressourcen für alle können wir das notwendige Umfeld schaffen, um diese Krise wirksam zu lösen.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Unser Fünfjahresplan mit "Steps for Change" sieht vor, unsere Forschung voranzutreiben und noch mehr Möglichkeiten zu entwickeln, um Ressourcen für Fürsprecher, Überlebende und Täter bereitzustellen. Mit diesem Projekt sehen wir uns in der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen gegen sexuelle Belästigung, um unsere Plattform aufzubauen und weiterzuentwickeln, damit wir so vielen Menschen wie möglich helfen können. Unser langfristiges Ziel ist es, das Stigma zu brechen und unsere Generation und die Generationen danach zu beeinflussen, damit sie sich der Auswirkungen von sexuellen Traumata und sexueller Belästigung bewusster werden. Wir können dies nur gemeinsam bekämpfen.