Ausstellungsjahr

2020

Kategorie

New Talent

Land

Dänemark

Hochschule

Copenhagen Institute of Interaction Design (CIID)

Lehrende

Paula Te

»Yoguide nutzt das Smartphone, unseren täglichen Begleiter, um ein spezifisches Problem vieler sehbehinderter Menschen mittels moderner Bildverarbeitung und Datenanalyse zu lösen. Yoguide demonstriert die positiven Effekte einer Technologie, die blinde Menschen durch Übungen führen und ihnen wertvolles Feedback geben kann, das ihnen ansonsten nicht zur Verfügung stünde. Die App kann Menschen dabei helfen, Selbstvertrauen aufzubauen und in häuslicher Umgebung Yoga zu erlernen, zu trainieren und zu genießen. Die Jury würdigt diesen innovativen Ansatz von Assistenztechnologien. Zugleich betonen die Jurymitglieder das hohe Marktpotential des Konzepts, das – insbesondere in Zeiten der physischen Distanzierung und langer Aufenthalte im eigenen Zuhause – auch für eine breitere Zielgruppe interessant sein kann.«

Stephanie Hölzlwimmer

Und der Award geht an....

Drei Fragen an das Projekt-Team

1. Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Es war ein Uni-Projekt, bei dem das Thema beliebig gewählt werden konnte. Bei einem so breiten Spektrum an Möglichkeiten war es schwierig, die eigenen Grenzen für die Erforschung eines brandneuen Problemfelds zu setzen, von dem ich nichts wusste. Es einzugrenzen, die Zweideutigkeiten zu klären, und die richtige Gelegenheit zu finden, war eine ziemliche Herausforderung. Das Positive daran war, dass ich keine Vorurteile hatte. Eine weitere Herausforderung bestand darin, das Programm vollständig zugänglich und preiswert zu machen und es zu etwas zu machen, das sich gut für die tägliche Nutzung eignet.

2. Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!- Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Der Aha-Moment kam während einer Co-Kreationssitzung mit einem Experten auf diesem Gebiet. Wir erarbeiteten gemeinsam Prinzipien, beschlossen, mit Yoga fortzufahren, und fanden ein Grundkonzept, das sich zu dem entwickelte, was Sie im Prototyp und im endgültigen Video sehen. Für mich war es auch erstaunlich, die Entwicklung der Prototypen in verschiedenen Interviews und Testsessions zu sehen. Es gab durchgehend viele Höhen und Tiefen, aber die tiefsten Punkte waren gegen Anfang. Da fiel es mir schwer, einen brandneuen Problemkreis zu verstehen.

3. Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Es ist zu hoffen, dass es in 5 Jahren Millionen von Menschen auf der ganzen Welt geben wird, die Yoguide nutzen, um sich von zu Hause aus allein über das Smartphone körperlich und geistig fit zu halten.