UX Design Awards 2022 ➜ Jetzt registrieren!Teilnahmeinformationen

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Design

Hannes Maurer, Frederic Myers, Sven Hornburg, Johanna Brandenburg, Michael Haselbeck, André Schulze

Jahr

2021

Kategorie

New Talent

Land

Deutschland

Hochschule

HfG Schwäbisch Gmünd, Universitätsklinikum Heidelberg, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT)

Lehrende

Prof. Gerhard Reichert, Prof. Dr. Ulrich Barnhöfer, Dr. Martin Wagner, Prof. Dr. Arianeb Mehrabi, Prof. Dr. Beat Müller

»Durch die Analyse professioneller Nutzer:innen in diesem sehr spezifischen Kontext gelingt es dem Projekt, drei wichtige Trends und Schmerzpunkte gleichzeitig zu adressieren: Die Komplexität der Entscheidungsfindung, die Menge an verstreuten Patientendaten und die Entlastung von sich wiederholenden und zeitaufwändigen Aufgaben. Die übersichtliche und elegante Präsentation der wesentlichen und relevanten Informationen sowie der intelligente Einsatz von unterstützenden Mikrointeraktionen fließen in das workflow-optimierte Interaktionskonzept ein, um den Fokus auf die Hauptaufgabe zu lenken. Allerdings sieht die Jury eine Herausforderung darin, die KI so wie angedacht in der Praxis einzusetzen.«

Werner Spicka

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Besonders herausfordernd war es für uns, die beiden hochkomplexen und vielfältigen Themen der chirurgischen Onkologie und der künstlichen Intelligenz zu erfassen. Es bedurfte vieler Gespräche, Beobachtungen vor Ort und Iterationen, um das notwendige Wissen für die Entwicklung des Konzepts zu erlangen. Ein wesentlicher Schwerpunkt bei Aliado war die Gestaltung der Mensch-KI-Kooperation. Unser Ziel war es, die Stärken und Schwächen beider Partner so zu nutzen, dass sie sich gegenseitig optimal ergänzen. Vor allem die Frage, wie Vertrauen zwischen KI und Chirurgen aufgebaut werden kann, führte zu vielen ausführlichen Diskussionen.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Das Besondere an diesem Projekt war für uns die intensive, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Experten und Ärzten des Universitätsklinikums Heidelberg. Während der Entwicklung gab es viele Aha-Momente, als wir die verschiedenen wichtigen Aspekte und Elemente der chirurgischen Onkologie kennenlernten. Letztendlich war es diese enge Zusammenarbeit, die es uns ermöglichte, einen realistischen Prototyp für Aliado zu entwickeln.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Da der Kampf gegen Krebs aufgrund der steigenden Zahlen von Krebspatienten (28,4 Millionen bis 2040 laut WHO) eine immer größere Herausforderung darstellt, glauben wir, dass der Bedarf an einem digitalen Verbündeten für Chirurgen in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Da sich Aliado noch im Konzeptstadium befindet, hoffen wir, dass es ein Beispiel dafür sein kann, wie eine Mensch-KI-Kooperation für Chirurgen von Vorteil sein und letztlich zu besseren Behandlungsergebnissen für jeden Krebspatienten führen könnte.