UX Design Awards 2022 ➜ Jetzt registrieren!Teilnahmeinformationen

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Design

Julien Stoll, Valerie Grappendorf

Jahr

2021

Kategorie

New Talent

Land

Deutschland

Hochschule

Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

Lehrende

Prof. Hans Krämer, Prof. Hartmut Bohnacker

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Die Herausforderung für uns, da wir selbst keine Modelle entwickeln, bestand darin, ein ausreichend tiefes Verständnis für das neue Modell vom Typ SIR des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung zu bekommen. Erst nachdem wir die Möglichkeiten und Grenzen des Modells verstanden hatten, waren wir in der Lage, eine passgenaue Benutzeroberfläche für das Modell zu entwerfen. Um die Benutzer bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen, war es wichtig, die Benutzeroberfläche so zu gestalten, dass verschiedene Szenarien einfach verglichen werden können. Eine weitere Herausforderung bestand darin, eine geeignete Methode für die Eingabe der Kontaktraten zu finden.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Ein Highlight war die enge Zusammenarbeit mit unseren Betreuern am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt während der Konzeptphase. Sie waren gerade dabei, die Forschung für ihr Modell abzuschließen und standen in ständigem Austausch mit uns. Das war entscheidend, um zu verstehen, welche Ideen für die Benutzeroberfläche möglich sind und welche eher Science Fiction waren. Ein weiteres Highlight waren sicherlich die interessanten Menschen aus Politik und Wissenschaft, mit denen wir während der Forschungsphase des Projekts Interviews geführt haben.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Wir wünschen unseren Partnern, dass sie die notwendigen Mittel erhalten, um ihre Forschung fortzusetzen, und dass wir die Chance bekommen, wieder mit ihnen an diesem oder einem erweiterten Projekt zu arbeiten. In Anbetracht der Mutationen von SARS-CoV-2 gibt es immer noch eine Menge Unsicherheiten. Wir hoffen natürlich, dass das Schlimmste der Pandemie hinter uns liegt und wir uns in fünf Jahren nicht mehr auf Simulationstools zur Vorhersage der Ausbreitung von SARS-CoV-2 verlassen müssen. Nichtsdestotrotz ist es für Deutschland und die EU wichtig, mehr Werkzeuge zu entwickeln, um veränderte Umgebungen - sei es im Bereich der öffentlichen Gesundheit oder der Umwelt - vorauszusehen und sich an sie anzupassen.