UX Design Awards 2022 ➜ Jetzt registrieren!Teilnahmeinformationen

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Design

Scholz & Volkmer GmbH

Jahr

2021

Kategorie

Product

Land

Deutschland

Drei Fragen an das Projekt-Team

Wo lag unter UX-Gesichtspunkten die besondere Herausforderung des Projekts?
Neben der eigentlichen Implementierung der Funktionen besteht die größte Herausforderung darin, der App einen eigenen Charakter zu geben. Die Nutzer sollen Spaß daran haben, die App zu öffnen und zu nutzen und sie nicht als Werkzeug oder Funktionssammlung sehen. Die wichtigsten Zutaten sind aus unserer Sicht: die einfache Bedienbarkeit, der Verzicht auf unnötige Features, die Verständlichkeit und ein klares, aber emotionales Design - die Nutzer sollen spüren, dass die App mit Liebe zum Detail gestaltet wurde. Ein wichtiger physischer Teil der UX ist auch die Eigenentwicklung des QR-Code-Preisschildes, das vollständig in die App integriert ist, um die Bezahlung mit Kilometern zu ermöglichen.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt im Entwicklungsprozess? Gab es einen Aha!-Moment, gab es einen Tiefpunkt?
Unser Highlight war die Grundidee, den Status und die Informationen der App nicht technoid über Statusanzeigen oder Fehlermeldungen darzustellen, sondern die Informationen über einen animierten Charakter zu liefern. Das Radfahrer-Icon begrüßt den Nutzer, wartet auf ihn, fordert ihn auf, schaut auf die Karte, wenn er den Aktionsbereich verlässt und hüpft spaßeshalber über im Weg liegende Katzen. Die App hat also ein Gesicht - einen "Charakter". Viele Nutzer haben uns zurückgemeldet, dass sie jedes Mal gute Laune bekommen, wenn die App ihnen zuwinkt. Von den ersten Animations-Mock-ups an wussten wir, dass DAS die App einzigartig macht.

Wo sehen Sie sich und das Projekt in den nächsten fünf Jahren?
Die App ist sehr beliebt und wird in immer mehr Städten ausgerollt. Auf dem Weg dorthin sorgen wir dafür, dass die App einfach zu bedienen bleibt und gleichzeitig mit Mehrwert versehen wird. Ein großes Thema ist derzeit Citizen Science, bei dem viele Bürger freiwillig ihre persönlichen Daten zur Verfügung stellen, um Wissen zu generieren, von dem alle profitieren: Wo sind Fahrrad-Hotspots? Wo sind die Gefahrenstellen? Wo fehlen Fahrradspuren? Mit dem Einverständnis der Nutzer kann dies ein weiterer mächtiger Baustein werden, um die Nutzung und Aussagekraft der App zu erhöhen.